Ein letzter Wunsch – Alfred Austin

Ein letzter Wunsch

Lass’ nicht Rosen liegen
Zu dicht verworren um mein Grab,
Damit nicht Wolken den Himmel trüben,
Mit blassem Schatten vorüberziehen,
Nicht wissend über wen.

Lass’ keine Schritte zu
Zu oft in die Ecke der Ruh;
Sollte ich wer weiß? nicht taub sein oder dumm,
Der Vögel Piepsen, der Bienen Gesumm,
Ich höre gerne zu.

Und beten, nicht denken,
Worte, die ein Lächeln schenken;
Zerpflücke sie nur, falls sie richtig sind –
In knappen Worte, welche nicht kränken,
Hier liegt, den wir liebten.

Und falls Du nur könntest
Finde einsame Hänge für mich
Dahinter der unerschlossene Wald,
Davor der Ozean, dann würde ich
Sterben mit Hoffnung bald.

Falls Du das wirklich machst,
Erfüllst mir diesen letzten Wunsch,
Bleib’ ich dein Schuldner für die letzte Schlacht,
Falls ich Dir helfen kann, wohin ich geh’,
Sei dir sicher, ich machs.

Aus dem Englischen von © Maggie Schwartz:

A Last Request

Let not the roses lie
Too thickly tangled round my tomb,
Lest fleecy clouds that skim the summer sky,
Flinging their faint soft shadows, pass it by,
And know not over whom.

And let not footsteps come
Too frequent round that nook of rest;
Should I-who knoweth?-not be deaf, though dumb,
Bird’s idle pipe, or bee’s laborious hum,
Would suit me, listening, best.

And, pray you, do not hew
Words to provoke a smile or sneer;
But only carve-at least if they be true-
These simple words, or some such, and as few,
“He whom we loved lies here.”

And if you only could
Find out some quite sequestered slope
That, girt behind with undeciduous wood,
In front o’erlooks the ocean-then I should
Die with a calmer hope.

And if you will but so
This last request of mine fulfil,
I rest your debtor for the final throw
And if I can but help you where I go,
Be sure, fond friends, I will.

:: ADVERTISEMENTS ::
Share:

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *